Eierkarton als Sparbrand
Schwierigkeitsgrad
Leicht
Zeitaufwand
Gering
Kosten
Niedrig

Benötigtes Material

Für die Raucherzeugung mit einem Eierkarton benötigst Du: Räuchermehl, einen Becher, ein kleines Backblech mit hohem Rand, ein Brett, ein Messer oder eine Schere, ein Feuerzeug und - natürlich - einen Eierkarton.

Eierkarton als Raucherzeuger

Eine beliebte Methode zur Erzeugung von kaltem Rauch ist die Befüllung und das Anzünden eines Eierkartons. Weil es sich hier um eine Lebensmittelverpackung handelt, sind keine Schadstoffe enthalten und der Verbrennungsvorgang ist unbedenklich. Auch geschmacklich hat man hier nichts zu befürchten.

Gerade für Anfänger ist es eine super Alternative, da weder nennenswerte Kosten noch Arbeit für die Anschaffung und ggf. den Selbstbau eines Sparbrands anfallen. Die Handhabung ist leicht. Man benötigt lediglich einen Eierkarton, feines Räuchermehl, ein Messer oder eine Schere, ein Holzbrett und etwas zum Anzünden (Feuerzeug, Streichhölzer).

Wie das ganze funktioniert, haben wir in einer kleinen Fotostrecke zusammengefasst. Oder möchtest Du doch lieber einen richtigen Sparbrand bauen? Hier gehts zur Anleitung für den Selbstbau eines Sparbrands.

Doch nun zurück zum Eierkarton:

Alles steht bereit und wir können beginnen.
Als erstes geht es dem Eierkarton an den Kragen.
Für den ersten Schritt brauchst Du ein scharfes Messer oder eine gute Schere.
Wir trennen uns von der überschüssigen Pappe am Rand.
Die Zipfel in der Mitte müssen auch heruntergeschnitten werden. Wir wollen nicht mehr Pappe verbrennen als nötig.
Das ganze noch mal von der Seite.
Nun schneiden wir noch einen Teil aus der Mitte heraus.
Wir entnehmen mit dem Becher das Räuchermehl aus dem Beutel. Dafür reicht ein einfacher Quarkbecher aus Kunststoff. Dir wird aufgefallen sein, dass unser Räuchermehl viele dunkle, große Punkte hat. Dabei handelt es sich um ein Räuchergewürz, das wir beigemischt haben.
Unser präparierter Eierkarton ist eine Art offener Ring. Diesen stellen wir in das Backblech und füllen ihn großzügig mit dem Räuchermehl.
Es schadet nicht, schön viel Räuchermehl zu verwenden. Es darf sich gerne auftürmen.
Jetzt kommt das Brett zum Einsatz.
Mit dem Brett drücken wir das Räuchermehl gleichmäßig fest. Achtung: nicht zu doll drücken, sonst zerquetscht es den Eierkarton.
So sieht es nach dem Andrücken aus. Das Holzmehl darf gerne etwas höher sein als der Eierkarton.
Das überschüssige Räuchermehl kann nun zurück in den Beutel - mit dem Backblech geht das sauber in einem Rutsch.
Der gefüllte Eierkarton kommt nun auf eine feuerfeste unterlage (wichtig!). Wir verwenden dafür einen kleinen Kasten aus Edelstahl. Nun wird der Eierkarton an einer Ecke angezündet.
Herzlichen Glückwunsch! Dein Eierkarton-Kaltrauchgenerator hat nun die Arbeit aufgenommen und gibt für ca. zwei Stunden Rauch. Du kannst die Zeit erhöhen, indem Du größere Eierkartons verwendest und längere Bahnen schneidest.

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare

  1. Die Idee ist genau so genial wie der Kaltrauchgenerator (Doku kommt noch)

  2. Ist es sichergestellt, dass durch die Verglimmung des Eierkartons keine gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt werden und sich im Lebensmittel anreichern. Immerhin wird so ein Karton industriell hergestellt und besteht nicht nur aus Holz.

    1. SmokerDude

      Hallo Alex,

      eine Garantie können wir nicht geben. Nach unseren Informationen sollen in dieser Art von Lebensmittelverpackungen aber keine Giftstoffe enthalten sein.

  3. Nemo

    Moin
    diese Möglichkeit habe ich schöfter gehört oder gelesen.
    Meiner Meinung nach sollte es eine Notlösung sein und so würde ich es auch handhaben.
    Gruß Horst

  4. Hi, es stimmt zwar, das Lebensmittelverpackungen keine Giftstoffe enthalten duerfen (oder nicht absondern duerfen), dass gilt aber sicher nicht mehr wenn man die Verpackung verbrennt. Sonst waeren ja verbrannte Tetrapack’s, Joghurtbecher, ect. auch bedenkenlos. Z.B. duerfen Eierkarton’s nicht im heimischen Ofen verbrannt werden – wie ich gelesen habe.
    Aber gut – die Menge macht das Gift.
    Gruss aus Fernost
    Dieter

    1. SmokerDude

      Lieber Dieter,

      vielen lieben Dank für Deine Gedanken zu dem Thema. Ich halte die Diskussion darüber allerdings für müßig – schließlich entstehen bei jedem Verbrennungsvorgang Giftstoffe. So auch beim Holz, das wir für das Räuchern einsetzen. Insgesamt hat das Thema ein bisschen was von “Zünde Deine Zigarette nicht mit einem Benzinfeuerzeug an, das ist ungesund” 😉

      Liebe Grüße
      Danyel

  5. Den “Sparbrand” habe ich mit der Hälfte einer 10er Packung durchgeführt.
    Äußerst effizient diese Methode. In meiner Räuchertonne entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit ein genialer Rauch bei geschlossener Zuluft und Deckel vollständig drauf. Der Brand reichte für 5-6 Std. Der Rauch, der dabei entstand, war so intensiv, dass ich nur 3 x Schweinebauch rauchte. Nicht wie sonst mit Sparbrand 5-6 mal. Also, ich finde diese Art einfach genial.

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