Aufschnitt nach Sucuk-Art

Danke für dieses Rezept an: Danyel

Sucuk selber machen. Wurst nach Sucuk-Art

Aufschnitt nach Sucuk-Art

Die türkische Sucuk ist ursprünglich eine kräftig gewürzte Rohwurst aus Rindfleisch, Lammfleisch und viel Knoblauch. Im Handel ist sie auch als Geflügelwurst zu haben.
Ich habe ein wenig in meiner Wurstküche experimentiert und eine Brühwurst-Variante aus Geflügel- und Rindfleisch kreiert. In diesem Rezept findest Du eine milde und eine kräftig gewürzte Variante.
Die Wurst eignet sich hervorragend als Aufschnitt, kann aber auch in der Pfanne knusprig angeröstet werden.
Bitte gib bei "Portionen" ein, wie viel Brät Du herstellen möchtest (Nachkommastellen sind erlaubt). Die benötigten Fleisch- und Gewürzmengen werden dann entsprechend ausgerechnet.
Bewerte das Rezept:
5 Sterne (4 Bewertungen)
Portionen: 1 kg
HINWEIS: Zutaten und Produktempfehlungen können zu verschiedenen Einkaufsquellen verlinkt sein. Bei manchen wie z. B. Amazon erhalten wir eine kleine Provision wenn Du über diesen Link einkaufst. Das hat aber keine Auswirkung auf den Preis.

Das wird benötigt

Hauptzutaten

  • 500 g Hähnchenschenkel (Ohne Knochen, mit Haut)
  • 200 g Mageres Rindfleisch ohne Sehnen
  • 100 g Olivenöl (Gut durchgekühlt, am besten 20 Minuten vor Verwendung in die Tiefkühlung stellen.)
  • 200 g Eis-Schnee (Dies nennt man "Schüttung")
  • Kutterhilfsmittel (ohne Umrötung)

Variante 1: milde Würzung

Variante 2: kräftige Würzung

Sonstiges

  • Brühbare Kunstdärme (min. Kaliber 55) oder Schinkenfee

Anleitung
 

Vorbereitungen

  • Die Hähnchenschenkel und das Rindfleisch in Stücke schneiden, durch den Fleischwolf drehen (feine Scheibe verwenden) und in der Tiefkühlung anfrieren.
  • Für die Zubereitung in Kunstdärmen Brühwasser in einem passenden Gefäß mit 72°C vorbereiten. Für die Zubereitung in der Schinkenfee das Brühwasser auf 80°C bringen. Der Wasserstand sollte mindestens so hoch sein wie die Füllung der Schinkenfee. Das Wasser muss nicht gesalzen werden.

Kuttern

  • Das gewolfte, angefrorene Fleisch in den Kutter oder die Küchenmaschine geben und bei kleinster Stufe einige Runden zerkleinern.
  • Salz, Kutterhilfsmittel und ca. ein Drittel des Eiswassers hinzugeben und bei kleinster Stufe bis ca. 3°C kuttern.
  • Gewürze, Olivenöl und ein weiteres Drittel Eiswasser hinzugeben und bei höchster Stufe bis ca. 10°C kuttern.
  • Das restliche Eiswasser hinzugeben und bei höchster Stufe weiterkuttern bis 12°C. Das Brät sollte jetzt eine glänzende, klebrige und feste Konsistenz haben und kann nun in die Därme oder die Schinkenfee eingefüllt werden.

Brühen (Darm)

  • Därme fest füllen, abbinden oder clipsen und bei 72°C ins Brühwasser geben.
  • Die Brühzeit entspricht eine Minute pro Milimeter Kaliberdurchmesser. Beispiel: Würste mit Kaliber 55 müssen 55 Minuten gebrüht werden.

Brühen (Schinkenfee)

  • Die Wände der Schinkenfee mit Pflanzeöl einreiben (die Wurst lässt sich so nach dem Brühen leichter entnehmen). Brät einfüllen.
  • Schinkenfee nach Anleitung verschließen und bei 80°C ins Wasserbad geben. Der Wasserstand sollte mindestens so hoch sein wie der Füllstand der Schinkenfee.
  • Nun zwei Stunden brühen, ggf. zwischendurch die Temperatur kontrollieren.
  • Nach dem Brühen die Schinkenfee entnehmen und für 20-30 Minuten in kaltes Wasser stellen. Danach über Nacht im Kühlschrank auskühlen lassen.
  • Am nächsten Morgen die Wurst nach Anleitung entnehmen, in feine Scheiben schneiden und genießen. Guten Appetit!

Anmerkungen

Tipp: Diese Wurst nach Sucuk-Art schmeckt am besten mit einem weißen Brot wie z. B. Baguette. Gewürfelt und in Olivenöl knusprig gebraten passt sie auch wunderbar zu Ei und Tomaten.
Hast Du dieses Rezept ausprobiert?Teile uns hier Deine Erfahrung mit

Andere Rezepte aus dem Räucherwiki:

5 Kommentare zu „Aufschnitt nach Sucuk-Art“

    1. Danyel

      Du solltest mindestens auf 72°C Kerntemperatur kommen. Daher sollte die Temperatur im Backofen höher liegen. Allerdings ist Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter. Es wird funktionieren, aber vermutlich ewig dauern. Ist m. E. auch Sicht der Lebensmittelhygiene bedenklich, da die Kerntemperatur nur langsam erreicht wird und Keime sich in dieser Zeit vermehren können. Kurz: geht bestimmt, würde ich aber nicht machen.

5 from 4 votes (3 ratings without comment)

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Bewerte das Rezept:




Nach oben scrollen